Das türkisfarbene Meer, weißer Sandstrand und strahlendblauer Himmel sind ja schon nicht schlecht, wenn man in der Karibik ist. Schnorcheln in diesem kühlen Nass ist auch nicht gerade von schlechten Eltern, aber dann noch einen Tauchkurs an einem der schönsten Riffe der Erde absolvieren zu können, hat sogar uns die Sprache verschlagen. Ich hätte nie gedacht, dass diese Unterwasserwelt so artenreich, friedlich und wunderschön sein kann. Da wir auf der Insel Cozumel genug Zeit hatten, haben wir uns dazu entschlossen uns ausbilden zu lassen und sind somit offiziell durch PADI lizensierte OPENWATER DIVER.
Das ist doch mal was. Barrakudas, Schildkröten, Rochen, Skorpionfische, Feuerfische, Clownfische und Papageienfische um nur mal einige von den Tieren aufzuzählen die wir da unten entdecken konnten. Das sind schon sehr zutrauliche Tiere. Man kann sich ihnen bis auf 20cm nähern und erst dann suchen sie das Weite. Meistens sind die Tiere
aber mindestens so neugierig und verspielt wie die Taucher selbst. Niemals hätte ich eine so farbenfrohe und lebendige Welt in nur 18 Meter Tiefe erwartet. Man fühlt sich dort unten so dermaßen wohl und ausgeglichen, dass man nach 45 Minuten wieder völlig entspannt und ausgeruht oben ankommt. Am liebsten würde man den ganzen Tag da unten verweilen, aber leider hält der Sauerstoff nicht so lange. Ich kann es nur empfehlen. Wenn ihr mal die Möglichkeit habt Tauchen zu lernen, dann tut es. Es ist wirklich jeden Cent wert, den man dafür ausgibt. Zum Glück hatten zwei der Tauchteilnehmer ihre Unterwasserkameras dabei, denn sonst könnte ich euch nicht die wunderbaren Bilder unserer 5 Tauchgänge zeigen. ¡Que te diviertas!
Archive for Mai, 2010
¡México, como te quiero!
05.18
Schon wieder Karibik?
05.18
Jep, wenn man nur 4 Stunden davon entfernt ist und erst kurzerhand erfährt, dass man wieder eine Woche frei hat, dann hat man nicht viel Zeit zu planen und so schlecht leben, lässt es sich in der Karibik schließlich auch wieder nicht. Also wieder ab nach Cancun, eine Nacht durchfeiern und zum ausnüchtern auf die Isla Mujeres. Leider haben wir in dieser Nacht unsere Kamera vergessen (also jeder von uns) deswegen gibt es keine Bilder, obwohl es dennoch das Ein oder Andere zu erzählen gibt. Einer unserer kanadischen Freunde Wes ist stockbesoffen über das Geländer unserer Disco, in den sich darunter befindenden Pool, gesprungen und ist in den in Dunkelheit getauchten Strand hinausgerannt. Klaus, der direkt hinterher gesprungen ist (natürlich im gleichen Geisteszustand) wollte anscheinend hinterher. Leider aber ist er genau in die gegengesetzte Richtung geeilt. Beide in der Nacht verschwunden, wollte ich mir gar keine große Mühe machen die beiden jetzt suchen zu gehen, vor allem da ich mich eher um den auf der Liege eingeschlafenen Thomas kümmern wollte. Bis jetzt entwickelte sich die Geschichte ja ganz gut, aber als ich dann Thomas nach 20 Minuten Komawache weckte um den Club zu verlassen und wir es dann bis vor die Tür geschafft hatten, kam uns auch schon Wes entgegen und meinte er sei am Strand beklaut worden (also nicht ausgeraubt). Nachdem er wie blöd am Strand nach einer verdächtig aussehenden Person gesucht, sie tatsächlich gefunden und bis auf die blanke Haut ausgezogen hatte, kam er dann doch resignierend zurück um uns zu berichten was Passiert war. Nur was kann man schon tun, wenn man in Mexiko nach einem verdächtigem Mexikaner Ausschau halten möchte?
Genau – Nichts. Wir haben uns dann dazu entschlossen Burger an einem der unzähligen Straßenstände essen zu gehen. Auf einmal bemerkte ich, dass meine Blase die überflüssigen Alkoholika loswerden wollte und verschaffte mir hinter einem Werbeplakat Erleichterung. Also ich gerade hervorkam winkte mich auch schon ein Polizist zu seinem Auto und fragte mich was ich denn dahinten gemacht habe. Stolz verkündete ich nur gepinkelt zu haben worauf er mir daraufhin die Handschellen zeigte und meinte er müsse mich jetzt wohl mitnehmen. Mein Stolz war gebrochen. Kleinlaut erwähnte ich noch das es mir doch sehr leid Täte und ich doch nur ein armer Betrunkener sei, der es nicht besser wüsste. Da eilte schon mein beklauter Kanadier an meine Seite woraufhin ich das Thema unseres bisherigen Gespräches geschickt ablenken und mich aus dem Staub machen konnte. Thomas unterstützte Wes bei seiner Strandgeschichte, wobei die beiden Polizisten sich anscheinend nur wenig dafür interessierten und stattdessen immer auf mich gezeigt hätten. Als dann Thomas nach dem Preis gefragt, sich die Polizisten nach kurzer Absprache auf 1500 $ MXN (ca. 100 Euro) geeinigt hatten,
versicherte er ihnen, dass er wohl keinen Andreas kenne, aber er bräuchte ein Taxi in die Innenstadt zu seinem Hotel. Anscheinend wurde es den Polizisten dann doch zu doof und sie sind weggefahren, aber einen kurzen Moment hatte ich wirklich schiss die Nacht hinter mexikanischen Gardinen zu verbringen.
Ging ja noch alles Gut, haben dann am nächsten Tag auf der Isla Mujeres ein Golfkart gemietet und sind noch mit Restalkohol über die Insel gebraust. Bei einer Maximalgeschwindigkeit von 30 km/h wirklich noch vertretbar. Dann weiter nach Cozumel um die restlichen Tage zu entspannen, mit einem Jeep zu einsamen Stränden zu fahren und sich von den Wellen im Wasser so richtig verdreschen zu lassen. Schöner hätte es fast nicht mehr sein können.
The Big Banana
05.14
Die Australier scheinen eine Vorliebe fuer grosse Fruechte zu haben. Und zwar nicht fuer echte, sondern welche aus Stein und Plastik. Beliebte Toristenattraktionen und Ausflugsziele sind zum Beispiel: “The Big Banana”, “The Big Shrimp” und “The Big Mango”. Schoen kitschig das ganze mit Vergnuegungspark und Restaurant wird alles vermarktet.
So ganz dem Kitsch wiederstehen konnte ich dann aber auch wieder nicht: Hab natuerlich nen Foto von mir vor der grossen Banane machen lassen. Den grossen Shrimp hab ich leider nur aus dem Auto im Vorbeifahren fotografiert.
Falls ich noch andere “grosse” Attraktionen sehe wird diese kleien Sammlung natuerlich ergaenzt :O)
Alltag
05.14
Noch ein paar Informationen zu unserem Alltag. Wir schlafen ja im Auto ( hintendrin auf einer dicken Luftmatraze, im Schlafsack ) und so werde ich meistens gegen halb 7 von der aufgehenden Sonne geweckt. Toni, mein Reisegefaehrte ( uebrigens auch ein Ossi :O), ist ein Langschlaefer und um ihn nicht zu stoeren, setze ich mich meist raus auf eine Bank oder einen Baumstamm und geniesse die fruehen Stunden des tages um zu schreiben oder zu lesen. Diese fruehen Stunden im Licht der aufgehenden Sonne, das Vogelgezwitscher im Ohr, gehoeren zu den schoensten des ganzen Tages. Wenn wir gefruehstueckt haben ( Obst und Cracker (da es hier kein richtiges Brot gibt) mit Avocado oder Erdnussbutter und Marmelade) geht die Suche nach einer Dusche los.
Wenn wir in einer Stadt am Meer sind ist das nicht so schwer, denn am Strand gibt es fuer die Surfer und Schwimmer ueberall Strandduschen. Doch wenn wir, wie im Moment, im Landesinneren sind gestaltet sich das ganze etwas schwerer. Wir suchen und gebe uns damit zufrieden was und wo wir es finden. So habe ich gestern in einer Sporthalle in den Umkleideraeumen geduscht, 2 Tage vorher haben wir auf einem Campingplatze eine Dusche geschnorrt und das Highlight bisher war vor einer Woche, als wir neben einem Sportplatz geschlafen haben, wo leider die Duschen abgeschlossen waren. Dort wurde morgens der Rasen mit einem Rasensprenger bewaessert. Und da es wirklich an der Zeit war (die letzte Dusche war 2 Tage her )
sind wir einfach unter dem Rasensprenger rumgesprungen und haben uns so gewaschen. Das muss ein Bild fuer die Goetter gewesen sein, wie wir dort rumhuepften und ich probierte mir die Haare zu waschen und auszuspuelen. Diese Dinger spruehen ja nicht nur in eine Richtung, sondern bewegen sich rundherum, sodass wir immer dem Wasser nach im Kreis liefen. Ich muss jetzt noch lachen wenn ich daran denke was wir fuer ein Bild abgegeben haben :O)
Den Tag fahren wir dann in der Gegend herum, fragen bei Bauern nach Arbeit und sind dann meist bis 4 “on the road”. Dann ist bei den Bauern und Fabriken Feierabend und wir sputen uns eine “picnic area” mit Tischen, Baenken und Toiletten zu finden. Mit dem Kochen ( wir haben einen Gaskocher ) beeilen wir uns dann, um noch im Hellen zu Essen und dasselbige zu sehen, denn die Sonne geht hier schon um halb 6 unter! 17.30 Uhr! Wir sind ja hier nahe am Aequator, sodass Tag und Nacht fast gleich lang sind. Die Sonne geht auch unglaublich schnell unter und Nachts wird es, trotz der Hitze am Tag, richtig kalt. Ich bin froh, dass ich meinen dicken Schlafsack dabei habe. Und so gehen wir meistens schon um 7 ins Bett und schauen noch eine Dvd oder hoeren uns ein Hoerspiel an und schlafen dann spaetestens um 9.
Und am naechsten Morgen geht alles wieder von vorne los…
Nimbin – Flower Power
05.14
Der Ruf der Stadt eilt ihr vorraus. Hippies, Gras, halluzinogene Drogen und Flower Power sind die Begriffe die Einheimischen zu der Stadt einfallen. In Byron Bay sahen wir schon die Buse mit Touristen die Tagestouren nach Nimbin fuhren und die schienen das Cliche nur zu bedienen. Grosse bunte Doppeldecker über und über mit Blumen in grellen Farben bemalt.
Wir machten dort eine kleine Pause, tranken Kaffee und Chaitee (der leckerste Chaitee, den ich je hatte, mit frischem Ingwer und Kraeutern gemacht) und erholten uns von der Jobsuche. Eine kleine Katze lag faul in der Sonne und ich spielte mit ihr und streichelte sie ausgiebig. Der Inhaber des Cafes hatte Dreadlocks und war total relaxt und gechillt. Ueberall hingen Traumfaenger und glitzernde Windspiele aus buntem Glas und Steinen. Der ganze Ort strahlte eine Atmosphaere von Zufriedenheit, Ruhe und Frieden aus. Ab und zu kamen Familien in alten Autos vorbei um Milch oder aehnliches zu kaufen; Hippies in bunten Kleidern mit Kindern, die vor dem Cafe spielten. Ich hatte fast selbst Lust ein zurueckgezogenes Hippieleben anzufangen und dort zu bleiben und das Leben in der Natur zu geniessen.Grafton
05.13


Murwillumbah oder Franzis Lesehunger
05.13
Murwillumbah ist eine kleine Stadt, nicht direkt am Meer gelegen, wie die meisten Staedte hier, sondern 50 km landeinwaerts. Die Menschen sind freundlich und offen, sie sehen wahrscheinlich nicht viel von den Horden von Travellern, die alle auf dem Highway number 1 an der Stadt vorbeibrausen.
Durch diese ausrangierten alten Buecher habe ich meine eigene kleine Reisebibliothek schon beachtlich vergroessert,sodass ich mir im Moment keine Sorgen um Lesestoff machen muss.Geld verdienen – Das ewige Lied von der Jobsuche
05.12

Dort verdient man nicht schlecht und kann vor allem Schicht arbeiten und so etwas Geld ansparen, das dann fuers weitere Reisen von Noeten ist. Da haben wir uns auch schon bei vielen beworben und unsere Telefonnummern hinterlassen. Im Moment sind leider extrem viele Traveller unterwegs hier unten, sodass die Jobs meist innerhalb von Stunden vergeben sind. Naja wir probierens weiter und werden auch irgendwann was finden.
Byron Bay – Mallorca oder Romantik pur?
05.12
James Cook benannte den Ort als er an ihm vorbeisegelte nach dem Grossvater des beruehmten Dichters der englischen Romantik Lord Byron. Dessen Grossvater war naemlich zu seiner Zeit ein bekannter Kartograph und Geologe. Doch auch seinem Enkel, Lord Byron, dem Dichter, haette Byron Bay gefallen. Der Leuchtturm von Byron Bay ist der oestlichste Punkt Australiens und bei Sonnenuntergang strahlt er in rosa-orangenem Licht und die Atmossphaere ist ueberwaeltigend und eben romantisch.Der Teesee
05.12
Naja eigentlich heisst der kleine See in Lennox Head ja “Lake Ainsworth”. Aber der Name Teesee ist im deutschen doch noch ein wenig passender. Denn die rotbraune Farbe des Sees kommt nicht etwa von Dreck oder aenhlichem, sondern von den Teebaeumen, die um den See herum wachsen. Deren Blaetter fallen in den See und schwimmen dort ziemlich lange und voila: Ein ganzer See voll mit Tee!
